VisioDok-FAQ

Häufige Fragen - Frequently Asked Questions

Was ist VisioDok?
VisioDok ist eine Software der Firma MicroNova, die aus Praxisverwaltungssystemen Daten extrahiert, anonymisiert und pseudonymisiert.

Warum sollte ich gerade VisioDok als Software verwenden?
VisioDok ist eine bereits bewährte Software, die sich im Prinzip schon in hunderten von Praxen zur Kommunikation bewährt hat. Sie wurde an die besonderen Bedingungen der Pneumologie angepasst. Gleichzeitig wurden höchste Anforderungen an den Datenschutz verwirklicht.

Laufe ich Gefahr, dass meine Rechner leichter Hackern zum Opfer fallen, wenn ich VisioDok installiert habe?
Die Software VisioDok arbeitet auf dem Praxisserver; erst nach Verarbeitung der Daten und erfolgter Pseudonymisierung erfolgt die Datenübertragung getunnelt auf den Airback-Server. In mehreren aufwändigen Testanläufen ist es durch einen sogenannten Penetrationstest (beauftragter Hacker-Angriff) nicht gelungen, den Airback-Server zu hacken.

Wem gehört der Airback-Server?
Es handelt sich um gemietete Datenspeicherkapazität eines deutschen Anbieters, der höchsten Sicherheitsanforderungen entspricht (zertifiziert nach ISO 27001). Es handelt sich nicht um eine einzelne Maschine, sondern um ein Datenvolumen auf einem Server.

Wem gehören die Daten auf dem Airback-Server?
Die Daten gehören allein und ausschließlich dem BdP.

Was passiert mit den Daten?
Die Daten sollen versorgungsrelevante Erkenntnisse zur pneumologischen Versorgung in Deutschland liefern und damit die Arbeit des Berufsverbandes unterstützen.

Werden die Daten verkauft?
Die Daten werden nicht verkauft; sie dienen als Grundlage für Datenanalysten, die bei entsprechendem Interesse auch vermarktet werden sollen.

Welchen Einfluss hat die Pharmaindustrie?
Keinen! Die Finanzierung erfolgt aus Eigenmitteln des BdP und der PneumoMed e.G. Es findet kein Sponsoring statt.

Wer verarbeitet die Daten?
Der BdP bedient sich eines Dienstleisters (med wiss GmbH). Diese ist bereits seit vielen Jahren mit der Versorgungsforschung des BdP betraut und hat EDV- und Rechenkompetenz.

Was darf die med wiss GmbH?
Die med wiss GmbH wird ausschließlich im Auftrag des BdP tätig. Der Arbeitskreis WINPNEU des BdP steuert und überwacht sämtliche Aktivitäten der Datengewinnung, Auswertung, Veröffentlichung und ggf. Drittvermarktung von Datenanalysen.

Wie finanziert sich das Projekt?
Der Gewinn aus der Vermarktung von Datenanalysen soll in fernerer Zukunft auch einen Überschuss für die berufspolitische Arbeit abwerfen. In den ersten Jahren wird der Gewinn zur Rückführung der Anlaufkosten der PneumoMed e.G. benutzt.

Warum sollte jeder/jede Pneumologe/Pneumologin an der Versorgungsforschung des BdP teilnehmen?
Ein Interesse an Versorgungsdaten besteht bei vielen Institutionen und Unternehmen. Diese erheben aus unterschiedlichen Quellen verschiedene Daten von unterschiedlicher Qualität (Apotheker, Rechenzentren, Krankenkassendaten, Abrechnungsdaten (KV, ZI), private Rechnungsstellen, Umfragen, Datenanalyseangebote (in der Vergangenheit z.B. Takeda, GSK u.e.m.). Die kleine Gruppe der Pneumologen braucht einen eigenen Datenpool, um eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche pneumologische Versorgung voranzubringen.

Brauche ich meinen EDV-Administrator für die Installation von VisioDok?
Nicht unbedingt, es ist aber hilfreich, sich mit dem aktuellen Administrator abzustimmen.

Was kann VisioDok noch außer Daten sammeln?
Es handelt sich um ein vorkonfiguriertes Anamnese- und Dokumentationssystem, mit dem auch „weiche“ Daten dokumentiert werden können (Anamnese, Fragebögen, klinische Befunde, Lungenfunktion).

Wer soll VisioDok bedienen?
Es handelt sich um ein insbesondere für PFA entwickeltes System zur effizienteren Praxisorganisation.

Wie kommen die Daten auf den Server?
Jeder Patient muss durch einen einmaligen Klick auf den Knopf des VisioDok-Browsers aktiviert werden. Ab diesem Zeitpunkt ist dieser Patient „Netzpatient“ und die Daten werden pseudonymisiert auf den Server beim nächsten Aufruf des Patienten im PVS-System übertagen.

Verlangsamt VisioDok meine Rechner?
Die Einschreibung dauert 2 bis 3 Sekunden. Erst beim zweiten Aufruf des Patienten im PVS werden die Daten der letzten 5 Jahre übertagen. Das kann bei Patienten mit hoher Behandlungsintensität manchmal einige Sekunden dauern.

Müssen die Patienten zustimmen?
Eine Einwilligung zur Datenübertragung ist nicht erforderlich, da eine Rückverfolgung und Re-Anonymisierung nicht möglich ist. Dies wurde vom Verbandsdatenschutzbeauftragten geklärt.

Können die Datenanalysten meine Praxis identifizieren?
Auch die teilnehmenden Praxen bekommen ein Pseudonym, das die Analysten nicht aufheben können.

Was bekomme ich an Datenanalysen zurück?
Es ist geplant quartalsweise Feedbackberichte zu erstellen. Diese ermöglichen auch ein Benchmark mit anderen Praxen.

Wie kann ich erkennen, wie viele Patienten eingeschrieben sind?
In regelmäßigen Abständen erhält die Praxis eine Mail über den aktuellen Stand der Einschreibung.

Können auch Privatpatienten eingeschrieben und analysiert werden?
Privatpatienten können genauso wie GKV-Patienten eingeschrieben werden und können für individuelle Praxisanalysen gesondert ausgewertet werden.

Wer bestimmt, welche Datenanalysen für die Praxen gemacht werden?
Die AG WINPNEU des BdP macht Vorschläge und erwartet aktive Mitarbeit der datenliefernden Praxen.

Bekomme ich ein Honorar, wenn ich Daten liefere?
In der Anlaufphase ist kein Honorar vorgesehen. Dafür bekommen die Teilnehmer die VisioDok-Software mit dem Dokumentationstool, sowie die Benchmarkberichte. Bei zusätzlichen Datenerhebungen im Rahmen von Analyseprojekten und Studien werden auch Honorare bezahlt werden.

Was mache ich, wenn die Software nicht mehr funktioniert?
Ihre Anfragen richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse: visiodok@med-wiss-gmbh.de

Gibt es eine Einführung?
Mit der Installation ist eine Einführung verbunden. Der BdP plant entsprechende Kurse zur Dokumentationssoftware.

Werden Lungenfunktionsdaten auch erfasst?
In der Anfangsphase werden die Daten der Lungenfunktion der Fa. Ganshorn und Jäger/Viasys/Cardinal erfasst. Sollten andere Anbieter in größerer Zahl auf dem Markt vertreten sein, so wird entsprechend nachprogrammiert.

Werden die Datenanalysen veröffentlicht?
Der BdP entscheidet, welche Analysen veröffentlicht werden. WINPNEU hat einen wissenschaftlichen Beirat, der die Veröffentlichungen begleitet. Eine Veröffentlichung ist bevorzugtes Ziel der Datensammlung: „Tue Gutes und rede darüber.“

Profitieren Vorstandsmitglieder vom wirtschaftlichen Erfolg von WINPNEU?
Alle Vorstandmitglieder haben den Codex des BdP unterschrieben. Sie erhalten keine Anteile oder Vergütungen aus WINPNEU, es bestehen keine verborgenen Beteiligungen o.ä. Es gilt ausschließlich die Entschädigungsordnung des BdP.

Wer verdient, wenn die Datenvermarktung einen Gewinn abwerfen sollte?
Sollten Daten vermarktet werden können, dann werden zuerst die bereits angelaufen Kosten beglichen. Bei Überschüssen erhält die PneumoMed e.G. 70% und die med wiss GmbH 30%.

Wie funktioniert die Kommunikation, wenn die Praxen pseudonymisiert sind?
Die bidirektionale Kommunikation läuft über das Trust Center. Somit kann die med wiss Kontakt mit VisioDok-Praxen aufnehmen, ohne das Pseudonym zu brechen.

Wie viele Praxen können mitmachen?
Im Prinzip alle. Im Moment sind für 80 Praxen Lizenzen vorhanden; bei Bedarf kann aber die Zahl erhöht werden.

Wie viele Praxen sind notwendig um regionale Analysen machen zu können?
Die Zahl schwankt nach Dichte der Praxen in den einzelnen Bundesländern und der Zahl der teilnehmenden Praxen. Bei einer einigermaßen gleichmäßigen Verteilung der VisioDok-Praxen in Deutschland würde das genügen, um pseudonymisiert länderspezifische Auswertungen durchzuführen.

Was passiert mit den Daten, wenn WINPNEU einmal endet?
Die Daten bleiben im Besitz des BdP und könnten retrospektiv noch für Analysen genutzt werden. Wenn keine aktuellen Daten mehr geliefert werden, nimmt die Bedeutung der Daten kontinuierlich ab, sodass die Daten dann gelöscht werden können. Insbesondere, da der Speicherplatz Geld kostet.

Kann ich für meine Praxis eigene Datenanalysen bekommen?
Das ist grundsätzlich möglich, müsste aber, wenn dadurch Arbeitskosten entstehen, gesondert berechnet werden.

Warum sitzt die med wiss in Günzburg?
Weil hier in räumlicher Nähe zu den handelnden Akteuren günstiger Büroraum und qualifiziertes Personal zur Verfügung stehen.

Werden die VisioDok-Praxen vernetzt?
Es werden, wie auch schon in der Vergangenheit während des Praxiskongresses, ebenso wie beim DGP und bei Landesverbandstagungen (wenn wieder möglich) entsprechende Treffen stattfinden.

Auf welcher gesetzlichen Grundlage beruht VisioDok; wie sind wir Ärzte rechtlich abgesichert?
Alle datenschutzrechtlichen Vorgaben wurden berücksichtigt und durch den Verbandsdatenschutzbeauftragten geprüft. Auch die Forderung unserer Mitgliederversammlung nach einem Trust Center wurde umgesetzt. Über ein eigenes Trust Center-Internetportal werden alle teilnehmenden Praxen anonymisiert. Somit sind auch die Versorgungsdaten für den BdP-Vorstand keiner pneumologischen Praxis mehr zuzuordnen. Da die Datenspeicherung durchweg anonymisiert und pseudonymisiert erfolgt, erfolgt keine personenbezogene Datenerfassung und Konflikte mit dem DSGVO sind nicht gegeben.

Können andere Eingabesysteme eingebunden werden?
Im Prinzip können alles weiteren Eingabesysteme angebunden werden (z.B. Ambulapps, o.Ä.)

Können auch Daten erfasst werden, die nicht in der Abrechnung dokumentiert werden (ACT, CAT, o.Ä.)?
Die wesentlichen Fragebögen sind in der VisioDok-Software hinterlegt. Auch, wenn diese Eingabe nicht gewählt wird, dann ist vorgesehen, dass die Ergebnisse der Fragebögen gesondert dokumentiert wird (z.B. im Labor).

Was passiert bei Updates der Praxisverwaltungssysteme?
VisioDok läuft in der Regel unbeeinträchtigt weiter. Sollte in Zukunft eine Anpassung notwendig werden, wird dies über ein Update erledigt.

Welche Betriebssysteme sind geeignet?
Auf dem Server:
- Windows 10 64-Bit
- Windows Server 2012 R2 64-Bit oder neuer

Auf den Stationen:
- Windows 10 32 oder 64-Bit
- Windows 7 32 oder 64-Bit (funktioniert zwar, ist aber nicht mehr erlaubt, da es keine Sicherheitsupdates und keinen Support mehr gibt)

Welche Schritte sind notwendig bis ich VisioDok-Praxis bin?
1. Unterzeichnung des VisioDok-Vertrages
2. Eintragung im Trust Center
3. VisioDok-Installation per Fernwartung

Wo finde ich den VisioDok-Vertrag?
-> Link: VisioDok-Vertrag

Wohin versende ich den VisioDok-Vertrag?
Entweder per Post an:
WINPNEU Wissenschaftliches Institut für Versorgungsforschung in der Pneumologie
c/o med wiss GmbH
Hofgasse 28
89312 Günzburg

oder per E-Mail an: visiodok@med-wiss-gmbh.de
oder per Fax an die Nummer: 08221 20005 29

Fragen, Anregungen, Wünsche

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